#8: Der harte Alltag einer Gastro-Büezerin
Shownotes
Lange Tage, viele Schritte, tiefe Löhne: Der Arbeitsalltag in der Gastronomie ist hart. Doch auch wenn die Arbeitsbedingungen im Service dringend Verbesserungen brauchen, spürt man bei Jacqueline Nguyen, dass sie ihren Job mit Leidenschaft ausführt. Die 27-jährige Bernerin arbeitet seit neun Jahren als Servicefachfrau und ist zu Gast in der neusten Ausgabe des work-Podcasts «Working Class – die Stimme der Büez».
Im Gespräch mit Co-Host Parzival Meister erzählt sie, wie sie mit den physischen Auswirkungen ihres Jobs umgeht, welches Trinkgeld sie für angemessen hält und was es in ihr auslöst, wenn Gäste ihre Grenzen nicht kennen.
Jacqueline Nguyen spricht auch über die schönen Seiten ihres Berufs, welche Fähigkeiten dabei wichtig sind und wie sie stets versucht, den Gästen einen schönen Abend zu bereiten. Sie sagt aber auch deutlich: Diesen Job werde sie nicht bis zur Pensionierung ausüben können. Es muss sich etwas ändern.
Dem ist sich auch die Gewerkschaft Unia bewusst. Sie befindet sich aktuell in den Verhandlungen für einen neuen Landesgesamtarbeitsvertrags für das Gastgewerbe. Dieser GAV ist der grösste in der Schweiz, er regelt die Arbeitsbedingungen von rund 250'000 Büezerinnen und Büezern.
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00:00:00: Es ist ein Job, der viel von uns regelmässig damit in Berührung kommt.
00:00:04: Wenn wir ein Kaffee-Gego trinken, eine Glassen- oder Auswärtsgegessen essen.
00:00:08: Die Frauen und Männer aus dem Service haben maßgeblich Anteile daran, ob wir einen Lokalbesuch geniessen können oder nicht.
00:00:15: Sie machen auf uns meistens einen guten eindruck.
00:00:18: Aber die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie sind wirklich hart.
00:00:21: Und regelmässige Arbeitszeiten einsetzen oft am Wochenende auch tägliche Schritte, wo weit über den Durchschnitt ist.
00:00:28: Das Ganze zum Lohn, das anderen Branchen eher hinterherhängt.
00:00:32: Tonya setzt sich aktuell in den Verhandlungen des Landes-Gesamtarbeitsvertrags für die Gastroblasche, für bessere Arbeitsbedingungen ein.
00:00:40: Der GFL ist übrigens der grösste von der Schweiz.
00:00:43: Er regelt die Arbeitsbedienung von über Zweihundertfünfzigtausend Angestellten.
00:00:48: Aber wie ist der Alltag einer Frau im Service?
00:00:51: Wie hört ihr ihre Arbeit?
00:00:52: Was macht der Reiz dieses Jobs aus und wo muss sich dringend etwas verbessern?
00:00:57: Wir reden darüber!
00:01:03: Und so mit Herzlich willkommen bei Working Class.
00:01:05: Mein Name ist Parcivalmeister, ich bin der Co-House von diesem Podcast und redakte bei Workzeitung.
00:01:10: Mir gegenüber ist Jacqueline Nguyen.
00:01:12: Sie ist in einem Zwanzig, lebt in Bern, ist Uni am Mitglied und schafft seit gleich zehn Jahren im Service Ob Pistro oder ein kommendes Restaurant, sie hat schon überall geschaffen und erzählt uns heute von ihrer Arbeit.
00:01:25: Euer Jacqueline, schön bist du.
00:01:27: Hallo!
00:01:27: Danke für die Einladung.
00:01:31: oder etwas anderes.
00:01:33: Matscha, Twint oder Bar?
00:01:36: Melon oder mehr Freizeit?
00:01:38: Melone.
00:01:39: Hättest du lieber mehr Ferien oder kürzere Arbeit zu denken?
00:01:42: Mehr Ferien.
00:01:43: Hast du lieber Brühe oder Spotschicht?
00:01:45: Ich habe gerne extra einen Spezies.
00:01:48: Bist du lieber hinter der Theke oder an den Tisch?
00:01:51: bei den Leuten.
00:01:53: Was würdest du sagen, ist dein wichtigstes Werkzeug?
00:01:56: Ein
00:01:57: cooles Team!
00:01:57: Welches Handwerk würdest Du gerne beherrschen außerhalb Deinem Job?
00:02:03: Patisserie?
00:02:05: Ja.
00:02:07: Der Leute an diesen Springen, die sie bestellt haben, sind wirklich nicht in der Hexerei.
00:02:12: Der Job von einer Servicefachfrau wie Dir könnte im Grund genommen jeden machen.
00:02:17: Ist das es?
00:02:18: Nein, nein.
00:02:19: Es braucht viel mehr als einen Teller bringen können.
00:02:21: Was macht es dir so aus?
00:02:24: Wenn merkst du, dass jemand den Job wirklich beherrscht?
00:02:27: wenn du jetzt selber in ein Restaurant gehst?
00:02:30: Wenn ich bedient werde oder essen gehe dann habe ich gerne eine Person die Embollance.
00:02:35: Jetzt ist Konstantembollances nicht zu Puh, zu Dues Hips dazu cool.
00:02:40: Ich bin ein bisschen nervig, bin ich ehrlich.
00:02:42: Aber auch nicht zu wenig.
00:02:43: Auch nicht so desinteressiert im Job.
00:02:45: Ich weiss schon wovon die Person redet, sie weiß was passiert.
00:02:49: Also das heisst es ist so schwierig ein Ball losgefingert zwischen nicht zu aufdringlich sein aber auch nicht die Leute lang in Ruhe lassen?
00:02:56: Genau!
00:02:56: Ein gutes Gespräch für Menschen
00:02:58: und du bist eigentlich immer am Beobachten
00:03:01: Jaa... Das ist mein Job ich bin ständig in der Aufmerksamkeit
00:03:04: Oder ein guter Service ist wenn ich gar nichts rufen muss und du siehst das schon.
00:03:08: Und wie ist das mit Rädern mit den Leuten?
00:03:10: Also du hattest ein Gespräch, also weisst du, ich steige mir in ein Gespräche.
00:03:14: Wenn
00:03:14: du bedienst und sehr viele Menschen begegnest, irgendwann spürst du es auch so die Kombination am Tisch.
00:03:21: Wie sind sie aufgestellt?
00:03:22: Ich bin aber was Friedens eigentlich, weil ich kann ja nicht am Tisch mal in Ruhe zuhalten.
00:03:26: Wenn die dann eher lockerere Gespräche haben, dann erlaube ich mich schon noch zu fragen hey warum seid ihr heute da?
00:03:32: Wer sitzt hier seit Familie, seit Freunde, woher kommt ihr... Aber wenn es so politische Themen sind, da höre ich manchmal schon sehr gerne zu.
00:03:39: Bin ich ehrlich?
00:03:40: Aber dort stiegs nicht auch ich?
00:03:42: oder entweder weniger?
00:03:43: Ja weniger.
00:03:44: aber ich erlebe es auch manchmal dass sie mich fragen hey wie findest du's?
00:03:46: und da muss ich sagen da habe ich gerne manchmal eine Meinung dazu.
00:03:49: Wie zum Beispiel war letztens zwei Freundinnen essen die haben sich ne Flasche Wein gegönnt haben Tartap sich bestellt und dann haben die sich erzählt was sie geschenkt bekommen haben vom Betrieb.
00:04:00: und dann hat sie gesagt ja ich hab nur zwei Weinflaschen bekommen.
00:04:03: Und der Mann.
00:04:03: jetzt, das ist wieder ein Thema für einen Mann.
00:04:05: Der hat mehr bekommen und dann fand ich es so wie warum bekomme ich denn weniger nur weil's Alkohol ist?
00:04:10: Und er hat mich gefragt um wie findest du es?
00:04:12: Und ich habe gesagt also wenn ich es passen darf finde ich das auch ungerischt.
00:04:16: Genau!
00:04:16: Das sind diese lustige Momente auf der Arbeit.
00:04:19: Bist du gut drin dir nehmen zu merken davon?
00:04:22: Ja.
00:04:22: Ich habe schon so empfunden, wenn du in einem Restaurant kommst, wo du mehrmals etwas siehst... Und du wirst wiedererkennt oder beim Namen begrüßt, damit es dir nicht gut gefühlt.
00:04:32: Das macht
00:04:33: genau Spaß in der Ruhe.
00:04:34: Ich hatte so meine Stammgäste gehabt.
00:04:36: Jede Person hier rein, die weißte, hey, bist du wieder da?
00:04:39: Ja, gelbe dir gibt's wieder Patei und dieses Geräusch!
00:04:42: Da freuen sie sich, das ist schön.
00:04:43: Du machst so eine Freundschaft...
00:04:45: Aber hast du dir auch schon mal irgendwie ein Dossier geleitet?
00:04:49: Also weißt du, etwas aufgeschrieben oder Notizen vom Händen sind.
00:04:52: Marta Stöpeter, der hat gern das.
00:04:54: Ich
00:04:54: habe auch in der Gastronomie gearbeitet wo wir uns es wirklich aufgeschreiben haben.
00:04:58: Wir haben da einen Tool gehabt bei einer Reservation und konnten uns jeweils unter ihren Namen halt ihre Wünsche oder Bedürfnisse aufschreiben wie zum Beispiel kriegen gerne Wasser mit Kohlensäure mehr einen ruhigen Service.
00:05:09: Jetzt hab ich angefangen aber es war auch sehr nötig weil... In der gehobenen Gastronomie muss man viel mehr auf Allergien achten.
00:05:17: Und dort bereitest du dich besser auf die Leute vor?
00:05:19: Genau!
00:05:19: Hast du das Gefühl, dass es auch Einfluss aufs Trink geht?
00:05:22: Wir versuchen natürlich jede Person, die reinkommt bei uns im Haus... Gleich zu behandeln ist mir auch sehr wichtig.
00:05:28: Alle gleich zu behandlen, aber auf jeden Fall du siehst dann plötzlich als Gast oder Gäste in eine Wertschätzung.
00:05:33: Die Küche steht aus der Küche um ein allergiefreies Gericht zu werden.
00:05:40: Steckt viel Kraft dahinter von den Küchern.
00:05:42: Ja logisch!
00:05:44: Dir im Service und die Kochen.
00:05:46: Wie ist das Zusammenspül?
00:05:47: Hätte man sich hier gerne, gibt es da auch ihre Bereien?
00:05:50: Es
00:05:50: ist frisch bei einer Beziehung.
00:05:52: Ist das so wie eine Beziehungen?
00:05:54: Auf jeden Fall!
00:05:55: Es ist schon ein bisschen das Klischee-Thema von «Begassern und Mieter Service gegen Küche» und «Kuschers gegen Service».
00:06:01: Aber ich muss sagen, ich bin so in der Generation, wo mir das sehr wichtig ist, dass wir alle im gleichen Boot sitzen.
00:06:08: Natürlich erlebst du das manchmal, weil Küchen sind Sachen, die der Service ... Besser machen kann oder anders machen kann.
00:06:14: Und Servicid Dach und Lederkisch, weil ich muss sagen... Ich habe auch schon in der Gastronomie gearbeitet wo das halt so ein bisschen das Thema war und ich muss da also anstrengen.
00:06:21: Das ist wirklich gut.
00:06:22: die Rush Hourin.
00:06:23: Da hätte man ja keine Zeit irgendetwas anzusprechen oder?
00:06:26: Dann muss es einfach laufen!
00:06:28: Ja
00:06:28: aber das sind die geilsten Momente, sagst du.
00:06:29: Wenn's plötzlich brennt...
00:06:30: Echt vor einer
00:06:31: Linie?!
00:06:31: Ja
00:06:32: wenn es plötzlich brent und dann sagst Du so, wir sind so im Scheiß, komm wir packen das.
00:06:36: was brauchst Du?
00:06:37: Was
00:06:37: brauchst du?
00:06:38: Das sind wie solche Momente.
00:06:39: Sobald du im Raum bist musst Darfst du der Stress nicht zu den Leuten tragen?
00:06:43: Genau.
00:06:44: Das haben wir halt auch in der Schule so gehört bekommen, wie deine Arbeit ist eine Bühne und du lernst schon sehr deine Emotionen auf dich selber.
00:06:52: Ich würde nicht das Wort kontrollieren sein, es klingt so hart Sondern dich selber kennenlernen Und also des Berufs in der Gastronomie.
00:06:59: Du musst schon dich sehr gut kennenlern um diese Balance und Konstantinität im Beruf bringen zu können.
00:07:05: Es ist auch so ein Bewusstsein mit dir selbst.
00:07:07: Ist das etwas vom Schwierigste denn schon?
00:07:09: Ja Wenn du müde bist.
00:07:13: Wie ist es physisch?
00:07:14: Ich habe mal eine Zeit lang eine Uhr angehabt, die mir eine Schritte gezählt hat.
00:07:18: Und das war recht gerade.
00:07:19: Ich habe immer so trocken geschaut und fast dreißig dauernd.
00:07:21: Oh okay!
00:07:22: Bist ja so zwanzwundstaunend.
00:07:24: Im Job wie bei uns im Büro musst du dir Mühe geben und noch spazieren, dass du auf Zehntausende schritten kommst.
00:07:30: Ja,
00:07:30: gell?!
00:07:31: So zwanzig, vierzehntausende ist viel.
00:07:32: Was spürst du am meisten schon?
00:07:34: Zum Glück mache ich Yoga.
00:07:35: Ich glaube ohne Yoga würde ich diesen Beruf gar nicht schaffen.
00:07:39: Ich spüre das Recht am unteren Rücken... Den Nacken...
00:07:42: Also es ist körperlich eine krassische Anstrengung.
00:07:45: Wie bist du überhaupt in die Gastronomie gekommen?
00:07:48: Wie ist so die Werte gegangen?
00:07:49: Ich bin in Deutschland aufgewachsen und meine Eltern sind in den Neunzigern nach Deutschland kommen von Vietnam und haben dann auch selber einen Restaurant geführt, deshalb habe ich das schon vom Kleinen ein bisschen mitgenommen habe.
00:08:00: Ich kenne die Geräusche von Tellerantragen und viele Menschen am Reden im Raum.
00:08:05: Ich weiß jetzt was es bedeutet, Zimmerstunde zu haben und wenig schlafen.
00:08:08: Du
00:08:09: hast deine Kindheit eigentlich schon Restaurantverbrauch?
00:08:11: Ja, genau.
00:08:12: Wir haben auch uns ein kleines Zuhause in Keller im Restaurant eröffnet.
00:08:16: Warum ich aber jetzt hier am Arbeiten bin... Ich habe zwei Lehren abgeschlossen.
00:08:19: Meine erste Ausbildung war Dettelhandelswachfrau und zu der Zeit habe ich dann noch nebenbei im Restaurant gearbeitet wenn es konnte.
00:08:26: Also
00:08:26: du hast zwei Jobs gehabt, so mit sechszehn.
00:08:29: Wie viel hast du dort noch geschafft im
00:08:31: Restaurant?
00:08:31: Da gab's jetzt nie so fixe Tage einfach.
00:08:34: Ich hab sicher zuviel mal gearbeitet, sage ich so.
00:08:37: Sicher am Tagsüber in den Mikro.
00:08:41: Nachher hast du die Detailhandel abgeschlossen und nachher
00:08:45: hast, wie
00:08:46: wir vorhin gesehen sind, Restaurationsfachfrau.
00:08:48: Und das hast du gleich anschließend angefangen?
00:08:51: Ja.
00:08:51: Wo du gemerkt hast, ändert das als das.
00:08:54: Genau.
00:08:54: Und wie lange war das?
00:08:55: Zwei
00:08:56: Jahre nur für kürzere Lehre.
00:08:57: Aber am Ende ist es ein Eidgünnessus für Ehekeitszeug.
00:09:01: Du hast schon etwas Bistro geschaffen heute.
00:09:05: Etwas Kobnicks Restaurant.
00:09:07: Welche Art Restaurant ist am angenehmsten?
00:09:10: Ich
00:09:10: glaube es sind Typen-Sachen.
00:09:12: Muss ich natürlich selber fragen wo möchte ich mich in der Gastrobe bewegen
00:09:16: und was möchtest du haben?
00:09:17: Jetzt zustande bin ich mich anbewerben und ich habe vorher schon in dem Betrieb angefangen zu arbeiten im Juni.
00:09:23: Anfangs Juni, aber ich hab gemerkt das ist nicht so meine Welt.
00:09:26: Die sind halt größe ausgelastet, es ist mehr Stöcke, die sind noch sehr viel mit Events angefragt, Hochzeiten... Und ich bewege mich gerne eher klein, zweitisch.
00:09:36: Mit Stammgästen und so?
00:09:38: Ja!
00:09:38: Also wenn's so gross ist mit Katering dann hat man immer neue Leute, viele Leute und bei manchen hat man ein bisschen mehr Kontakt oder ... Zeit für die Leute oder was ist
00:09:48: es?
00:09:48: Genau, Zeit für diese Personen.
00:09:50: Ich finde du investierst halt auch in einer anderen Energie dann in die Arbeit.
00:09:53: Du tust ja etwas viel mehr pflegen als Gäste den Raum und die Speisen.
00:09:58: Und ich denke auch wenn wir so klein arbeiten kommen wir vielmehr in die Bewegung der Frage von Nachhaltigkeit.
00:10:03: Im Moment wird der GAF also der Gesamtarbeitsvertrag für die Branche verhandeln und das Thema dort ist auch Lohn.
00:10:08: Der Mindestlohn ohne Ausbildung ist knapp über drei Tausend sieben Hundert Franken Mit der Berufslärm vier Halt.
00:10:16: Wo bewegst du dich so?
00:10:17: Mein Brutto-Lohn bewegt sich von vier, sechs bis vier, neun.
00:10:22: Das ist ja auch ein bisschen das Thema in einer Gastronomie zu Lohntimer sehr schwierig und du musst schon sehr gut argumentieren warum du mehr lohnen möchtest.
00:10:31: Du bekommst aber eher mehr Lohn wenn du natürlich Erfahrung gesammelt hast oder du musst schön sehr gut reden können.
00:10:36: Aber wie fingst du jetzt den Lohn?
00:10:38: So wenig!
00:10:39: Zu dem, was wir leisten.
00:10:41: Was wir eigentlich wirklich so tragen machen und sind
00:10:44: Wenn du jetzt hundertprozent schaffst mit deinem ganzen Leben musst du bestreiten.
00:10:49: Ist nicht kaputt?
00:10:50: Nein
00:10:50: überhaupt nicht.
00:10:50: Es sind ja auch so Themen wie was kann ich mir jetzt leisten?
00:10:53: oder was sieht in meiner Zukunft aus?
00:10:55: Wie sieht es aus mit Mesh?
00:10:57: So am Anfang schon gesagt Trinkgeld und für viel Trinkgeld kommst du im Mund.
00:11:01: Unterschiedlich, ich finde es sehr gut dass wir uns das immer im gesamten Haus aufteilen.
00:11:04: also heißt auch da ist wirklich jede Person die in Betrieb arbeitet was bekommt und mein Trinke bewegt sich so von dreihundert bis fünf sechshundert Franken natürlich an Weihnachten Ostern.
00:11:14: so bekommen wir mehr weil dann natürlich mehr Gäste kommen.
00:11:17: Der Lohn der Gastronomie wäre ohne trinkgeld noch krasser zu überleben wenn man das nicht hat?
00:11:22: Ich meine ich möchte ja auch nicht hundert Prozent arbeiten aber ich habe einfach keine andere Wahl weil ich trage auch gewisse Verantwortung eine Familie, ich möchte mir auch gewisse Sachen finanzieren können.
00:11:31: Jetzt du hast gesagt, bei euch ist es so, ihr teilt alles zusammen und sie wird aufteiligt mit hundert Ahnen, die dort arbeiten.
00:11:38: Also ihr erlebt inklusiv Kochen oder Hilfen dringender Tecken.
00:11:43: Hast du das schon anders erlebt?
00:11:45: Ja,
00:11:45: dass wirklich nur durch den Service geteilt werden und vierzig Prozent die Küche bekommen Zum Teil aber nicht alle und das finde ich extrem unfair.
00:11:54: Also, dass jeder einfach so ein Überkund kann behalten?
00:11:56: Genau!
00:11:57: Und was passiert?
00:11:58: Gibt es dann einen Run auf die guten Schichten oder wo?
00:12:01: Ja, dass wir hier Wochenende bestimmen.
00:12:03: Ich habe eine sichere Betriebe da, bei der Personen arbeiten und über denen ist es voll okay an... diesen Tanzarbeit mal so wissen, dass sie da viel Trinkgeld machen.
00:12:11: Jetzt haben wir ja nicht fixe Regeln.
00:12:13: was für Trinkgelt gibt man?
00:12:15: Wir wohnen als jemandem im Service schafft das Haltestufen angemessenen Trinkgelbetrag.
00:12:22: Zehn Prozent!
00:12:23: Wie ist es gefühlt wenn jemand viel geht oder wenig?
00:12:26: Natürlich
00:12:27: manchmal fragwürdig aber auch ein bisschen das Thema in der Gastronomie ab wann... gebe ich Trinkgeld.
00:12:34: Aber ich frage mich halt dann auch manchmal in dem Moment, ok wo steht denn die Person eigentlich momentan?
00:12:39: Ist sie vielleicht auch knapp finanziell oder gibt es sicher?
00:12:42: Krüger haben wir?
00:12:43: natürlich freuen wir uns darüber wenn wir was bekommen weil das ist ja auch für uns ein bisschen.
00:12:47: hey cool diesen monat kannst du mir vielleicht lassen was
00:12:50: leisten.
00:12:50: bei den gehauffahrverhandlungen gehts nicht nur um zu lönen auch arbeitszeit ist ein grosses thema.
00:12:57: Kommst du hier aber wirklich auf acht stunden oder acht stund zwanzig oder Meistens mehr.
00:13:02: Sicher mehr!
00:13:04: Ich kann mich nicht erinnern, wenn ich das letzte Mal acht Stunden gearbeitet habe.
00:13:07: Schon öfters in die zehn oder elf, manchmal sogar auf vierzehn Stunden.
00:13:11: Ah
00:13:11: gerade so?
00:13:12: Ja.
00:13:12: Und nachher vergütet... Also weisst du, kommt es aus Überstung oder ist das einfach eine normale Arbeit zu denken?
00:13:17: Das sind normale Arbeitszeiten.
00:13:19: Natürlich geht es dann in die Überstunden Zeit.
00:13:22: Und das lassen Sie natürlich auch kompensierend durch Freitage oder Geld.
00:13:27: Wieso gibt's so eine Meinung?
00:13:28: Weil es schlecht geplant ist, oder?
00:13:30: Ich
00:13:30: glaube meine Gastro passiert manchmal so viel!
00:13:34: Das kann dich in allen Richtungen bewegen zwischen Personalmangel und Personalsparen.
00:13:39: Das habe ich schon erlebt.
00:13:40: Es ist extrem anstrengend zu arbeiten, wo sie persönlich sparen weil du da sicher dann halt zwölf Stunden arbeitest und wirklich die ganze Zeit anheizen willst.
00:13:48: Zwei Schichten über eine oder noch keine Zimmerstumme hast.
00:13:53: Was hast du am liebsten für die Zeit?
00:13:55: Zwei
00:13:56: Anfangen, ich komme an in mir ein Tee und rede mit allen sagen Hallo und dann beginnen wir an.
00:14:00: den Raum zu gestalten heißt dann aufdecken bereit machen aufräumen putzen tischebereit lehnen stühle richten also extrem viel besteckbar polieren gläser kontrollieren Getränke füllen, also wirklich steht ganze Feinheiten.
00:14:14: Das Badezimmer nochmal kontrollieren und dann auch mit dem ganzen Team reinstecken, mit den Regen zusammen in Essen...
00:14:21: Da hat man noch das Essen vorher zusammen?
00:14:23: Ja!
00:14:23: Also
00:14:23: ich hab
00:14:24: auch sicher einen Betrieb gehabt wo wir dann separat gegessen haben so eine Partei dann um diese Uhrzeit die andere Partei aber am liebsten essen sich wirklich mit allen zusammen.
00:14:32: Und nachher am Schluss, was du jetzt sagst, alles noch bereit machen aufräumen, das ist ja auch alles noch bei euch.
00:14:38: Also am Schluss wenn die Gäste gegangen sind oder kann man das näher morgen Überlau.
00:14:43: Also ich muss eigentlich arbeite auch lieber in Betrieben da wo wirklich alles am selben Tag vorbereitet wird, auch und auch aufgeräumt wird weil es gibt mir einfach ein gutes Gefühl du kommst ja dann um den nächsten Tag wieder arbeiten und steht alles sauber du beginnst dann so es gibt so eine gewisse saubere schöne Routine.
00:14:57: Was ist das von der Zeit was du aus einem Restaurant herauskommst?
00:15:01: unterschiedlich.
00:15:01: Ich habe in Betriebengabe, wo wir um zwölf fertig sind, halb zwölfe, aber sicher auch schon in Betriebengaben, wo ich um drei fertig ist, dann halb drei.
00:15:08: Ja
00:15:08: gerade so hingenaus?
00:15:10: Ja.
00:15:10: Rekumessige Ruhe-Tage ist ein Thema in der EGA Fallverhandlung also das man wirklich heute planen kann oder dass man eben... Zwei, drei Tage am Stück.
00:15:19: Ist das auch etwas, was nicht sehr gut ist?
00:15:22: In meiner Welt kann es vorkommen.
00:15:24: Vor allem wenn Ferien anstehen und eine Person krank ist wie Persomaan.
00:15:30: Da bist du schon manchmal wirklich sechs Tage am Arbeiten.
00:15:33: Wochenende!
00:15:33: Es ist ja biologisch, dass man in der Gastronomie um die Wochenende schafft, damit Leute gehen essen.
00:15:39: Aber es sollte eben möglich sein, dass ihr nicht jedes Wochenende arbeiten müsst.
00:15:43: Und vor allem auch heute planen.
00:15:44: Wie sieht das dort aus?
00:15:46: Wie schwierig ist dieses
00:15:47: Wochenende?
00:15:48: schwer ist.
00:15:49: Du musst schon frühzeitig melden, dass du das Wochenende frei haben möchtest und du bist schon innerlich so ein bisschen mit einem schlechten Gewissen weil du weißt hey dann ist da wirklich viel los und du willst auch frei haben.
00:16:02: Was sind deine freien Tage?
00:16:03: Der Rego wissen wir samstens unter uns.
00:16:05: Unseres Wochenden von den allermeisten Leuten und jetzt von der gastronen Leute
00:16:09: Ist so der sonderum Montag
00:16:11: Ein wichtiges Thema wo die Union fordert sein mehr Massnahmen gegen sexuelle Belästigung.
00:16:17: Wie oft erlebt man so etwas?
00:16:18: Ich kann natürlich nur von mir erzählen und ich kann auch sicher Geschichten von Freunden in der Gastrodee, die sexuelle Belästigung erlebt haben.
00:16:25: Und ich muss sagen es passiert immer noch.
00:16:27: Es ist extrem unangenehm und ich muss also sagen... ...ich wäre mich mittlerweile vor allem um alle Betroffenenpersonen da durchzuschützen.
00:16:35: Alle Schwestern!
00:16:36: Das ist halt extrem un angenehm.
00:16:38: Also nicht mehr ohne das einfach Scheiße.
00:16:40: Ja logisch kann ich mir vorstellen.
00:16:41: Wie gesagt du, was passierte oft?
00:16:44: Ich habe sicher Momente erlebt Dass sie mich berührt haben an Stellen, wo ich nicht berührt werden möchte.
00:16:48: Ungefragt vor allem und auch total aus dem Nichts.
00:16:52: Ich habe auch sicher so blöde Kommentare am Tisch bekommen, dass Sie zum Beispiel fragen Ja wie findest du am Tisch denn jetzt am schönsten?
00:16:58: Am jüngsten?
00:16:59: Und sind halt schon meistens Aus meiner Erfahrung dann halt auch so eine Ehe in der Männerrunde.
00:17:03: Und da muss ich wirklich am Tisch auch sagen Hey das sag ich jetzt nicht!
00:17:07: Und auch den auch wirklich in Zeichen setzen hey ich möchte da nicht mit reingezogen werden
00:17:10: Du bist jetzt gleich schon eine gewisse Erfahrung.
00:17:12: Du sagst, du hast jetzt vorhin gesagt mittlerweile sage ich auch etwas.
00:17:16: Wie war es am Anfang, als du angefangen hast?
00:17:18: Seid ihr leer oder erstes Jahr in der Gastronomie?
00:17:22: Es ist halt sehr erschränkend so was zu erleben über so wirklich einen freies Zustand weil sie dich so ungefragt berühren oder die Kommentare machen muss schon mit Erfahrung lernen dich zu wehren oder dich vor allem informieren und darüber reden.
00:17:37: Tut dir jemand auf das vorbereiten wird mich geschüttelt.
00:17:40: also weisst dass dir irgendwie.
00:17:42: Jetzt war es ihr ausbüediges Thema.
00:17:46: Es wird sehr wahrscheinlich passieren, oder das und das ... ist die Chance hoch, dass nicht das mal passiert.
00:17:52: Und ein Sohn, der so könnte, dann möchte er gehen werden?
00:17:55: Nein!
00:17:55: Das habe ich nie mitbekommen, dass Personen uns darauf vorbereiten oder sensibilisieren.
00:18:00: Ich wünsche mir aber auch ein bisschen, dass wir uns da drinnen mehr schützen.
00:18:04: Ich meine, ich habe mich auch schon erlebt, dass eine Person mich wirklich im Team berührt hat am Bauch und wirklich so nahe gekommen ist.
00:18:11: Innerhalb vom Team
00:18:14: auch.
00:18:15: Die Person war nicht innerhalb von dir, sondern einfach an die Verwandte, der uns Sachen gebracht hat und dann gegangen ist.
00:18:19: Und ich saß da an der Bar, war am Laptop am Arbeiten und um mich waren da meine Freunde oder meine Mitarbeiter, die gegessen haben... Und dann ist der Lieferant halt an mir vorbeigelaufen und hat mich dann am Bau berührt, ich bin näher gekommen.
00:18:32: Er hat gesagt, hey, ich wünsche dir noch einen schönen Tag!
00:18:34: Ich muss sagen... Ich war da so geschockt und habe mir echt gehofft dass jetzt eine Person im Team aufsteht.
00:18:40: Ja genau aber es alle waren stumm und haben einfach ins Raum gestaut und ich müsste dann auch weggehen weil es mir total unangenehm war.
00:18:47: Dann habe ich mir gesagt wenn das nächstes Mal der Lieiferant kommt, dass ich mich wäre und das habe ich dann auch gemacht.
00:18:52: auch ein bisschen darauf vorbereitet werden oder dass Betriebe selber sagen, hey das und das passiert so und so und kommt zu mir.
00:19:01: Fällt das?
00:19:02: Das
00:19:03: fehlt auf jeden
00:19:03: Fall.
00:19:04: Und wie ist es generell was Respekt und Wertschätzung von... Gäste ist.
00:19:09: Möchtest du hier positive Erfahrungen?
00:19:11: Oder sagst du, nein, eigentlich ist es fifty-fifty...
00:19:14: Ich behandle meine Gästen schon wie meine Freunde natürlich nicht so nah wie meine ängsten Menschen aber ich behandle meinen Gäster schon wie Freunde und deswegen bekomme ich halt auch sicher viel Gutes zurück.
00:19:23: Aber ich habe auch sicher Situationen erlebt wo ich mir echt sagen muss hey das nervt mich jetzt extrem!
00:19:27: Und wie ist das bei den Chefs?
00:19:28: Wir sind halt schon eine Branche die halt viel mit Druck Stress und Verantwortung am arbeiten ist und ich denke oftmals fehlt denen die Zeit.
00:19:37: Aber ich wünsche mir manchmal, dass es mehr Vorbilder gibt, die das Personal zur Hand nehmen und sagen, hey, ich zeige dir jetzt was.
00:19:46: Wenn wir in Zukunft schauen, bleibst du deinem Job treu, deine Branche?
00:19:51: Und denkst, dass sich eure Arbeitsbedingungen verbessern soll der nächsten
00:19:56: Jahr?
00:19:57: Ich muss ehrlich gesagt sagen, ich kann meine Branche ... Nicht treu bleiben unter diesen Bedingungen und vor allem weil es auch sehr physisch geht, aber dass die Bedingung sich ändern ja und zwar nur wenn wir im kollektiven Anfang sie zu ändern.
00:20:09: Und es fängt aus beim Jahr an.
00:20:14: zur Pension im Service arbeiten.
00:20:15: Nein, stelle dich vor!
00:20:16: Gar nicht möglich?
00:20:17: In meiner Welt nicht.
00:20:18: Das
00:20:19: bedeutet doch ziemlich krass, dass ich da etwas ändern muss.
00:20:22: Mest du die Schakkelein, hast du uns hier den Blick für euch einen Alltag?
00:20:25: Ja, danke für diese Einladung.
00:20:27: Und wenn ihr uns wieder unterstützen wollt, gebt dem Podcast eine gute Bewertung und abonniert uns durch das Glocken.
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